Kategorie: Regionalliga Südwest

Statements der hessischen Regionalligisten zur Reform der Regionalliga

Kompassmodell ist unausgereift – Hessische Vereine fordern Klarheit

Statements der hessischen Regionalligisten zur Reform der Regionalliga

Meister müssen aufsteigen! Für die hessischen Vertreter in der Regionalliga Südwest ist klar: Wer eine Liga als Meister abschließt, muss das Aufstiegsrecht in die nächsthöhere Spielklasse erhalten. Eine Meisterschaft muss sportlich etwas wert sein. Deshalb braucht es eine faire und bundesweit tragfähige Lösung. Das teilen die aktuellen Regionalligisten aus Hessen Kickers Offenbach, KSV Hessen Kassel, TSV Steinbach-Haiger, FSV Frankfurt und SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Die aktuell diskutierten Reformmodelle sind aus Sicht der hessischen Clubs allerdings noch nicht ausreichend in der Tiefe ausgereift. Bevor weitreichende Entscheidungen getroffen werden, müssen die sportlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Auswirkungen transparent dargestellt und die verschiedenen Modelle fundiert miteinander verglichen werden. Eine Reform dieser Tragweite darf nicht auf Grundlage ungeklärter Eckpunkte beschlossen werden.

Ein Kritikpunkt der hessischen Vereine ist dabei, dass aufgrund der geografischen Lage bisher im diskutierten Kompassmodell nicht ausgeschlossen werden kann, dass die hessischen Vereine aus ihrem angestammten Verbandsgebiet auseinandergerissen werden. Das würde einen Verlust an attraktiven Spielen bedeuten. Und das ist auch nicht im Sinne der Fans, die sich auf packende Duelle und Derbys freuen. Exemplarisch sind besonders die hohen Zuschauerzahlen in den Derbys zwischen Frankfurt und Offenbach oder das Hessenderby zwischen Kassel und Offenbach zu nennen.

Gleichzeitig weisen die hessischen Vereine die Darstellung entschieden zurück, die hessischen Vereine oder die Regionalliga Südwest wollen eine Reform verhindern. Die Regionalliga Südwest hat für den Reformprozess bereits 2018 bereits einen weiteren Aufstiegsplatz zur Verfügung gestellt, um eine Lösung zu ermöglichen. Auch hat die Regionalliga Südwest bereits viele Schritte zur Professionalisierung des Spielbetriebs unternommen und eine über mehrere Landesverbände hinweg tragfähige Struktur entwickelt, die im diskutierten Kompassmodell nicht angemessen berücksichtigt wird. Andere Ligen hatten ebenfalls über Jahre Zeit, tragfähige Konzepte zu entwickeln. Es kann nicht sein, dass nun der Eindruck entsteht, die Regionalliga Südwest müsse die Probleme anderer Regionen lösen. Eine Reform gelingt nur gemeinsam – und nicht, indem einzelne Beteiligte pauschal zum Hindernis erklärt werden.

Auch die wirtschaftlichen Folgen müssen umfassend betrachtet werden. Die angekündigten 40.000 Euro pro Verein klingen zunächst positiv. Als Lockmittel taugen sie dennoch nicht: Ohne Offenlegung der künftigen Kostenstrukturen unter dem Dach des DFB und der zusätzlichen Verpflichtungen für die Vereine lässt sich nicht seriös beurteilen, ob daraus tatsächlich ein finanzieller Vorteil oder möglicherweise eine Mehrbelastung entsteht. Entscheidend ist, was unter dem Strich übrig bleibt.

Klar ist, die hessischen Regionalliga-Vereine sind bereit, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken. Voraussetzung dafür sind ein transparentes Verfahren, belastbare Zahlen und die ergebnisoffene Prüfung aller Modelle.

Die Position der hessischen Clubs ist klar: Meister müssen aufsteigen! Hessische Vereine, wie Kassel und Offenbach sind bereits Opfer der ursprünglichen Regelung nach der Regionalligareform 2012 geworden, nach der Meister nochmal in Relegationsrunden antreten müssen und letztlich nicht aufgestiegen sind. Das untermauert den Willen der hessischen Vertreter, an einer Lösung zu arbeiten. Der Weg zu einem neuen Modell braucht jedoch ein durchdachtes, sportlich gerechtes und wirtschaftlich tragfähiges Konzept, dass auch die regionale Verbundenheit zum jeweiligen Landesverband beinhaltet – statt vorschneller Festlegungen und einseitiger Schuldzuweisungen.

EILMELDUNG: DFB macht bei der Regionalliga-Reform ernst!

Der Deutsche Fußball-Bund hat offiziell einen Außerordentlichen Bundestag für den 18. Dezember 2026 einberufen. Dort soll über die Zukunft der Regionalligen entschieden werden.

Im Mittelpunkt steht das Kompassmodell, das eine Reduzierung von derzeit fünf auf künftig vier Regionalliga-Staffeln vorsieht. Ziel ist es, dass ab der Saison 2028/29 alle Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Die Saison 2027/28 soll als Qualifikationsspielzeit dienen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Der DFB möchte künftig auch die Trägerschaft der Regionalligen übernehmen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf betont: „Es ist für Vereine, Spieler und Fans kaum nachvollziehbar, dass es fünf Meister gibt, aber nicht alle den Aufstieg in die 3. Liga schaffen können.“

Im Dezember fällt damit eine richtungsweisende Entscheidung für den deutschen Fußball.

Quelle: Kicker.de

Markus Kauczinski wird Cheftrainer des SV Sandhausen

Der SV Sandhausen hat einen neuen Cheftrainer: Markus Kauczinski übernimmt das Traineramt am Hardtwald. Der 56-Jährige folgt auf Kevin Stotz, den der Verein nach drei Niederlagen in Folge von seinen Aufgaben freigestellt hat.

„Nach den jüngsten Leistungen und Ergebnissen sind wir überzeugt, dass ein Trainerwechsel der richtige Schritt ist, um die Mannschaft wieder auf einen erfolgreichen Weg zu bringen“, erklärt Anthony Loviso, Direktor Sport des SV Sandhausen.
Mit Kauczinski setzt der SVS auf einen routinierten Cheftrainer. „Markus bringt viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Situationen mit und steht für eine klare Ansprache und hohe Ansprüche an die tägliche Arbeit. Er bewahrt auch in herausfordernden Phasen Souveränität, entwickelt Spieler weiter und gibt seinen Mannschaften eine erkennbare Handschrift. Damit ist er für uns der richtige Trainer in der aktuellen Situation“, so Loviso.

Kauczinski blickt seiner neuen Aufgabe entgegen: „Ich freue mich auf den SV Sandhausen und darauf, mit der Mannschaft zu arbeiten. Wir wollen schnell wieder Sicherheit in unser Spiel bekommen und als Team enger zusammenrücken. Dafür braucht es klare Aufgaben, harte Arbeit und die Bereitschaft, füreinander einzustehen. Entscheidend ist, dass wir nach Rückschlägen gemeinsam reagieren und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Daran werden wir vom ersten Tag an arbeiten.“

Der gebürtige Gelsenkirchener war nach vielen Jahren im Nachwuchsbereich von 2012 bis 2016 Cheftrainer des Karlsruher SC, mit dem er 2013 in die 2. Bundesliga aufstieg. Es folgten Stationen beim FC Ingolstadt 04, beim FC St. Pauli und bei Dynamo Dresden. Mit dem SV Wehen Wiesbaden gelang ihm 2023 erneut der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zuletzt betreute Kauczinski von Oktober 2025 bis Juni 2026 den TSV 1860 München.

Quelle: Pressemitteilung und Foto SV Sandhausen

DFB will Regionalliga-Reform zur Chefsache machen!

Die Regionalliga-Reform nimmt wieder Fahrt auf!

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Reform der Regionalligen offenbar zur Chefsache machen. Nach übereinstimmenden Berichten von Bild und kicker soll auf dem DFB-Bundestag im Herbst über das Kompass-Modell abgestimmt werden.

Sollte das Modell beschlossen werden, würden künftig alle vier Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Dafür würde die Zahl der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier reduziert. Die Einteilung der Vereine soll mithilfe geografischer Kriterien erfolgen, sodass regionale Duelle möglichst erhalten bleiben.

Die Reform war Ende Juni noch gescheitert, weil sich die fünf Regionalliga-Regionen nicht auf ein gemeinsames Modell einigen konnten. Besonders im Nordosten sorgte das bisherige Aufstiegssystem zuletzt für großen Unmut – allen voran beim 1. FC Lok Leipzig, der trotz dreier Meisterschaften seit 2020 jeweils in den Aufstiegsspielen scheiterte.

Noch ist nichts beschlossen, doch der DFB scheint die jahrelange Diskussion nun endgültig beenden zu wollen.

Luca Spangenberger unterschreibt Vertrag beim TSV Steinbach Haiger

Der TSV Steinbach Haiger hat Luca Spangenberger bis 2029 unter Vertrag genommen. Der 17-Jährige erhält die Trikotnummer 29 in der Regionalliga Südwest-Mannschaft der Mannen aus dem nördlichen Lahn-Dill-Kreis.

„Luca ist ein spannender junger Spieler der eigentlich für unsere zweite Mannschaft eingeplant war. Er hat aber schnell auf sich aufmerksam gemacht und durfte bis zu seiner Verletzung schon große Teile der Vorbereitung der ersten Mannschaft mitmachen und hat da ein richtig guten Eindruck hinterlassen. Wir freuen uns, dass wir Ihn schon frühzeitig langfristig an uns binden konnten und wollen Ihn stetig weiterentwickeln“, sagt TSV-Sportdirektor Joseph Laumann.

Luca Spangenberger, der sogar noch für die U19 des TSV Steinbach Haiger spielberechtigt wäre, wechselte im Sommer von der TSG Wieseck zur Verbandsliga-Mannschaft des TSV. Doch bereits in der Vorbereitung empfahl sich der vielseitig-einsetzbare Offensivakteur für Testspieleinsätze beim Regionalliga-Team. Beim 3:2-Heimsieg gegen Drittligisten Fortuna Köln bereitete er einen Treffer vor. Zudem traf Spangenberger beim Test in Offdilln. Leider verletzte er sich in der Anfangsphase der Partie gegen Sportfreunde Siegen. Aktuell befindet sich der junge Mann aus Solms-Oberbiel im Aufbautraining, um bald seine ersten Pflichtspielminuten am Haarwasen sammeln zu können.

„Ich habe selbst nicht erwartet, dass es so schnell geht, bin aber froh vom Verein, sowie vom Trainer, das Vertrauen und diese Chance zu bekommen. Ich freue mich auf die kommenden Jahre zusammen mit dem TSV“, sagt Spangenberger.

Quelle: Pressemitteilung und Foto TSV Steinbach Haiger

Erster Saisonsieg für den FSV Frankfurt!

Der FSV Frankfurt konnte am vergangenen Wochenende seinen ersten Saison-Sieg in der Südwest-Staffel einfahren. Mit einem 3:0-Erfolg gegen den FC-Astoria Walldorf vor 1.076 Zuschauern in der BBBank Arena, beendeten die Bornheimer ihren schweren Saisonstart. Die Tore für die Hessen erzielten Cas Peters (9. und 26.) und Godwin McDonald (83.).
Der doppelte Torschütze sagte anschließend im Interview: „Die drei Punkte waren sehr wichtig. In den letzten zwei Spielen haben wir in der letzten Minute ein Gegentor kassiert, das war richtig Scheiße. Jetzt haben wir ein gutes Spiel gemacht.“ Weiter hieß es vom Niederländer: „Der Sieg gibt Selbstvertrauen.“

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Birkan Çelik schließt sich dem FCH an

Der FC 08 Homburg kann den nächsten Neuzugang für die kommende Saison begrüßen: Offensivspieler Birkan Çelik, der zuletzt für den Ligakonkurrenten FSV Frankfurt auflief, schließt sich den Grün-Weißen an und unterschreibt einen Vertrag bis Juni 2027.

Der 24-Jährige bringt bereits Erfahrung aus der Regionalliga Südwest mit. In Deutschlands vierthöchster Spielklasse absolvierte der auf der Außenbahn variabel einsetzbare Offensivspieler bisher 116 Einsätze, in denen ihm 18 Tore und 15 Vorlagen gelangen.

Seine fußballerische Ausbildung begann Çelik bei der SKV Mörfelden, ehe er in den Nachwuchsleistungszentren des 1. FSV Mainz 05, des SV Waldhof Mannheim und des TSV SCHOTT Mainz ausgebildet wurde. Im Sommer 2021 rückte der gebürtige Rüsselsheimer in den Herrenbereich des TSV auf und etablierte sich in seiner ersten Regionalliga-Saison mit 29 Einsätzen direkt in der Mannschaft. In der Saison 2022/23 wechselte der Offensivspieler innerhalb der Liga zum FC-Astoria Walldorf, ehe er im Januar 2024 nach Mainz zurückkehrte. Nach der Winterpause verpasste Çelik kein einziges Ligaspiel des TSV und war mit 3 Toren und 3 Vorlagen in 13 Spielen an 6 Toren direkt beteiligt.

Im Sommer 2024 folgte der Wechsel zum FSV Frankfurt. Dort entwickelte sich Çelik schnell zu einer festen Größe im Team und absolvierte insgesamt 60 Regionalligaspiele für die Hessen. Dabei steuerte er zwölf Tore und zehn Vorlagen bei. 7 Treffer und 6 Assists gelangen ihm dabei in 32 Ligaspielen in der zurückliegenden Saison.

Cheftrainer und sportlicher Leiter Roland Seitz über die Neuverpflichtung: „Birkan kennen wir natürlich aus unseren Duellen in der Regionalliga Südwest und wissen um seine offensiven Qualitäten. Die hat er zuletzt beim FSV Frankfurt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir sind froh, dass wir mit ihm einen offensiv variabel einsetzbaren Außenbahnspieler für uns gewinnen konnten. Jetzt wünschen wir uns, dass er die Stärken, die er in Frankfurt gezeigt hat, auch bei uns auf den Platz bringt.“

„Ich freue mich sehr, hier zu sein. Ich hatte von Anfang an sehr gute Gespräche mit dem Trainer, die mich schnell überzeugt haben. Den Verein, viele der Spieler und auch die guten Bedingungen kenne ich bereits aus unseren Duellen in der Regionalliga. Jetzt bin ich heiß auf die neue Saison und werde alles für die Mannschaft geben, damit wir gemeinsam eine erfolgreiche Saison spielen“, freut sich Çelik, der heute im Trainingslager im Kleinwalsertal zum Team stieß, auf seine neue Aufgabe beim FCH.

Quelle: Pressemitteilung und Foto FC 08 Homburg

Spielplan der Regionalliga Südwest-Saison 26/27 veröffentlicht!

Die RLSW Regionalliga Südwest hat am heutigen Samstag den Spielplan für die Saison 2026/2027 veröffentlicht.

HIER geht es zum Rahmenspielplan.

Beginnen wird die neue Spielzeit mit dem exklusiven Eröffnungsspiel SV Stuttgarter Kickers – SSV Ulm 1846 Fussball am Freitag, 07. August 2026, 19 Uhr.

Die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage 1-3 wird die Regionalliga Südwest voraussichtlich, in Abhängigkeit zu den übergeordneten Spielklassen, in der Kalenderwoche 30 veröffentlicht.

Regionalliga-Reform vorerst gescheitert!

Die Hoffnung auf ein bundesweit einheitliches Aufstiegsmodell zur Saison 2028/29 ist vorerst geplatzt. Die Vereine der fünf Regionalligen haben in ihren Abstimmungen kein gemeinsames Votum abgegeben.
Die Ergebnisse:
  • West: 60,9 % für das Kompassmodell
  • Nord: 61,5 % für das Kompassmodell
  • Nordost: 76,3 % für das Kompassmodell
  • Südwest: 93,1 % für das Regionenmodell
  • Bayern: 52,4 % für die Ausarbeitung weiterer Modelle
Da sich nicht alle fünf Regionen auf dasselbe Modell verständigen konnten, wird die geplante Reform zur Saison 2028/29 nicht umgesetzt. Die Arbeit der DFB-Arbeitsgruppe ist damit zunächst beendet.
Bemerkenswert: Die Vereine der Regionalliga Südwest sprachen sich mit großer Mehrheit für das Regionenmodell aus und bekräftigten gleichzeitig ihren Wunsch nach einer fairen Lösung nach dem Grundsatz: „Meister müssen aufsteigen.“
Wie es nun weitergeht, wollen die Regionalliga-Träger gemeinsam mit dem DFB beraten.
Quelle: Pressemitteilung RLSW Regionalliga Südwest GmbH