Schlagwort: Regionalliga Bayern

Trainerwechsel beim TSV Aubstadt: Bozesan geht, Francic übernimmt

Der TSV Aubstadt und Cheftrainer Claudiu Bozesan haben ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung im gegenseitigen Einvernehmen beendet. Nach vereinsinternen Gesprächen kamen beide Seiten zu dem Entschluss, dass die Mannschaft nach der sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen einen neuen Impuls benötigt.

Bozesan führte den TSV Aubstadt in der vergangenen Saison auf einen starken 6. Tabellenplatz in der Regionalliga Bayern. Zudem steht der Verein in dieser Spielzeit weiterhin im Halbfinale des Bayerischen Verbandspokals. Der TSV bedankte sich ausdrücklich für seinen Einsatz, seine Leidenschaft und die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die Nachfolge übernimmt Josef Francic, der die Mannschaft ab sofort betreuen wird. Der Verein setzt darauf, mit dem neuen Trainer frische Impulse zu erhalten und schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Quelle: Facebook TSV Aubstadt e.V.

SpVgg Bayreuth: Gemeinsam den eingeschlagenen Weg weitergehen

Die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Wochen entsprechen nicht den eigenen Ansprüchen der SpVgg Bayreuth. Dennoch sieht Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer keinen Anlass, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen. Das Vertrauen in Cheftrainer Lukas Kling, sein Trainerteam und die Mannschaft ist unverändert groß.

Nach dem jüngsten Auftritt in Ansbach richtet sich der Blick bei der SpVgg Bayreuth bereits wieder nach vorne. Auch wenn das Ergebnis erneut nicht den eigenen Vorstellungen entsprach, sah Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer gegenüber den vergangenen Wochen wieder Schritte in die richtige Richtung.

„Natürlich können und wollen wir mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen nicht zufrieden sein. Aber wir haben in Ansbach wieder eine Mannschaft gesehen, die sich Möglichkeiten herausgespielt hat und wieder zu Abschlüssen gekommen ist. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir uns für diesen Aufwand auch wieder belohnen.“

Dabei gehe es insbesondere darum, im letzten Drittel konsequenter zu werden, in entscheidenden Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und vorhandene Möglichkeiten wieder in Tore umzumünzen.

„Fußball wird am Ende an Toren und Punkten gemessen. Wir müssen deshalb daran arbeiten, vor dem Tor konsequenter zu werden und gleichzeitig über die gesamte Spielzeit die notwendige Konzentration und Stabilität zu behalten. Das sind Dinge, die wir beeinflussen können – und genau dort müssen wir ansetzen.“

Dass die aktuelle Situation nach einer starken Vorbereitung und einem gelungenen Saisonstart enttäuschend ist, will Röthlingshöfer dabei nicht kleinreden.

„Natürlich haben wir uns nach der Vorbereitung und den ersten guten Spielen einen besseren Verlauf in der Liga gewünscht. Das ist überhaupt keine Frage. Gleichzeitig haben wir aber schon vor der Saison gesagt, dass das keine einfache Spielzeit werden wird. Wir haben einen großen Umbruch hinter uns und mit der Reamateurisierung bewusst einen neuen Weg eingeschlagen. Dass dabei nicht von Beginn an alles funktioniert und es Rückschläge geben kann, war uns bewusst. Entscheidend ist jetzt, wie wir damit umgehen und dass wir den nächsten Entwicklungsschritt machen.“

Bereits zuletzt hatte Röthlingshöfer die tägliche Arbeit des Trainerteams, die akribische Vorbereitung sowie die sportliche Entwicklung hervorgehoben und eine grundsätzliche Trainerdiskussion als verfrüht bezeichnet. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert.

„Ich sehe die tägliche Arbeit von Lukas und seinem Team sehr genau. Ich sehe, wie intensiv Spiele vorbereitet und aufgearbeitet werden und wie klar an den Themen gearbeitet wird, die uns momentan noch fehlen. Für mich stellt sich die Trainerfrage deshalb nicht.“

Das Vertrauen des Geschäftsführers beschränkt sich dabei nicht auf den Trainerstab.

„Ich bin auch weiterhin von der Qualität und vom Potenzial unserer Mannschaft überzeugt. Wir haben bewusst viele Spieler dabei, die sich noch entwickeln können und sollen. Wir haben in dieser Saison schon gesehen, was in dieser Mannschaft steckt. Jetzt geht es darum, diese Qualität konstanter auf den Platz zu bekommen und sich für die eigene Arbeit wieder mit Ergebnissen zu belohnen.“

Für Röthlingshöfer ist der eingeschlagene Weg zudem deutlich größer als die aktuelle sportliche Situation der Regionalligamannschaft. Die gemeinsam entwickelte sportliche Ausrichtung ist inzwischen auch über die erste Mannschaft hinaus im Verein verankert.

„Die Philosophie und die sportlichen Grundgedanken, die wir gemeinsam verfolgen, betreffen nicht nur unsere erste Mannschaft. Wir haben diese Linie bereits in unserem Nachwuchsbereich implementiert und wollen eine klare Verbindung zwischen NLZ, zweiter Mannschaft und erster Mannschaft schaffen. Spieler sollen bei uns möglichst einheitliche Prinzipien kennenlernen und dadurch perspektivisch den nächsten Schritt innerhalb des Vereins machen können. Lukas und sein Trainerteam sind ein wichtiger Bestandteil dieser sportlichen Entwicklung.“

Gerade deshalb sei es aus Sicht des Geschäftsführers falsch, aufgrund einer schwierigen Phase die grundsätzliche Ausrichtung infrage zu stellen.

„Wir werden jetzt nicht anfangen, aufgrund einiger negativer Ergebnisse alles über Bord zu werfen. Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden und sehen auch, was sich innerhalb des Vereins bereits entwickelt. Ich habe volles Vertrauen in Lukas, sein Trainerteam und in das Potenzial unserer Mannschaft. Jetzt müssen wir gemeinsam weiterarbeiten und dafür sorgen, dass sich diese Entwicklung bei unserer ersten Mannschaft wieder in Toren und Punkten widerspiegelt.“

Quelle: Pressemitteilung SpVgg Oberfranken Bayreuth Spielbetriebs-GmbH

 

EILMELDUNG: DFB macht bei der Regionalliga-Reform ernst!

Der Deutsche Fußball-Bund hat offiziell einen Außerordentlichen Bundestag für den 18. Dezember 2026 einberufen. Dort soll über die Zukunft der Regionalligen entschieden werden.

Im Mittelpunkt steht das Kompassmodell, das eine Reduzierung von derzeit fünf auf künftig vier Regionalliga-Staffeln vorsieht. Ziel ist es, dass ab der Saison 2028/29 alle Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Die Saison 2027/28 soll als Qualifikationsspielzeit dienen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Der DFB möchte künftig auch die Trägerschaft der Regionalligen übernehmen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf betont: „Es ist für Vereine, Spieler und Fans kaum nachvollziehbar, dass es fünf Meister gibt, aber nicht alle den Aufstieg in die 3. Liga schaffen können.“

Im Dezember fällt damit eine richtungsweisende Entscheidung für den deutschen Fußball.

Quelle: Kicker.de

DFB will Regionalliga-Reform zur Chefsache machen!

Die Regionalliga-Reform nimmt wieder Fahrt auf!

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Reform der Regionalligen offenbar zur Chefsache machen. Nach übereinstimmenden Berichten von Bild und kicker soll auf dem DFB-Bundestag im Herbst über das Kompass-Modell abgestimmt werden.

Sollte das Modell beschlossen werden, würden künftig alle vier Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Dafür würde die Zahl der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier reduziert. Die Einteilung der Vereine soll mithilfe geografischer Kriterien erfolgen, sodass regionale Duelle möglichst erhalten bleiben.

Die Reform war Ende Juni noch gescheitert, weil sich die fünf Regionalliga-Regionen nicht auf ein gemeinsames Modell einigen konnten. Besonders im Nordosten sorgte das bisherige Aufstiegssystem zuletzt für großen Unmut – allen voran beim 1. FC Lok Leipzig, der trotz dreier Meisterschaften seit 2020 jeweils in den Aufstiegsspielen scheiterte.

Noch ist nichts beschlossen, doch der DFB scheint die jahrelange Diskussion nun endgültig beenden zu wollen.

Brandbrief der Fanszene des SV Wacker Burghausen!

Unruhe beim SV Wacker Burghausen!

Die aktive Fanszene des Regionalligisten hat sich mit einer deutlichen Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinsführung.

Kritisiert werden unter anderem fehlende Transparenz, mangelnde Professionalität, fehlende Selbstreflexion, zu wenig Basisnähe sowie eine aus Sicht der Fans zunehmend schlechte Außendarstellung des Vereins. Wörtlich heißt es: „Der SV Wacker Burghausen als Gesamtkonstrukt ist im Jahr 2026 mehr Schein als Sein.“

Ausdrücklich von der Kritik ausgenommen werden hingegen die Mannschaft und das Trainerteam. Gleichzeitig zeigen sich die Anhänger selbstkritisch: „Wir haben zu lange zugesehen und uns zu zurückhaltend positioniert.“

Neben den sportlichen Problemen sehen die Fans strukturelle Defizite als Hauptursache der Entwicklung. Sie fordern mehr Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und Veränderungen in der Vereinsführung.

Hier der komplette Brandbrief der Wacker-Fanszene:

„Es ist allerhöchste Zeit für Veränderung! Warum? Fehlende Transparenz, mangelnde Professionalität in gewissen Bereichen, fehlende Selbstreflexion, zu wenig Basisnähe und eine zunehmend katastrophale Außendarstellung – der SV Wacker Burghausen als Gesamtkonstrukt ist im Jahr 2026 mehr Schein als Sein. Die Liste der Missstände ist lang. Der Fisch stinkt unübersehbar vom Kopf. Nach außen bröckelt die Fassade des einstigen Aushängeschilds der Region immer weiter. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass die Probleme längst tiefer reichen. Der „Fall Leitner“ ist dabei nur einer von vielen Vorgängen und letztlich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass wir als aktive Fanszene zu lange zugesehen und uns zu zurückhaltend positioniert haben. Ein essenzieller Punkt, den wir dabei besonders hervorheben möchten, ist die Mitgliedschaft im Verein, die von uns nicht ausreichend genutzt wurde, um den Entwicklungen innerhalb des Vereins angemessen zu begegnen. Dennoch haben wir von unserer Seite immer wieder versucht, am gemeinsamen Tisch Lösungen zu finden. Gespräche wurden geführt und Vertrauen entgegengebracht. Umso ernüchternder war es, im Anschluss immer wieder feststellen zu müssen, wie wenig nachhaltig diese Gespräche tatsächlich Wirkung gezeigt haben.

Der seit geraumer Zeit leider jährlich anstehende personelle Neuanfang, der Exodus fähiger und verdienter Personen sowie die damit einhergehende fehlende Konstanz und Basis sind aus unserer Sicht kein Zufall. Vielmehr sind sie die Konsequenz der vorherrschenden Strukturen und Rahmenbedingungen. Wo Kontinuität, Vertrauen, Professionalität und eine gemeinsame Perspektive fehlen, kann keine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung entstehen. Dasselbe gilt für die aus unserer Sicht gefährliche finanzielle Abhängigkeit von einer einzelnen Person. Ebenso kritisch sehen wir die fehlende Transparenz rund um den Verkauf der vereinseigenen Anteile (mittlerweile 49 Prozent) an der Fußball-GmbH.

Bei Vorgängen von einer derartigen Tragweite – insbesondere wenn es um das letzte verbliebene Tafelsilber des Vereins geht – erwarten wir nachvollziehbare Informationen sowie eine offene, verständliche und zeitnahe Kommunikation gegenüber den Mitgliedern. Ganz ausdrücklich möchten wir betonen: Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Mannschaft oder das Trainerteam. Beide genießen unsere volle Unterstützung. Sie tragen nicht die Verantwortung für die strukturellen und organisatorischen Probleme, die wir hier ansprechen. Uns ist bewusst, dass niemand frei von Fehlern ist. Ebenso sind die derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Umfeld des Vereins nachvollziehbar.

Gerade deshalb braucht es jedoch Verantwortungsbewusstsein, Transparenz und die Bereitschaft zur Selbstkritik. Wenn in der Öffentlichkeit zunehmend der Eindruck entsteht, dass zentrale Bereiche unseres Vereins nicht nur schlecht geführt, sondern nachhaltig beschädigt werden, ist der Punkt erreicht, an dem Wegschauen keine Option mehr sein kann. Es braucht Veränderung. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Wir erwarten einen offenen und ehrlichen Umgang mit den bestehenden Problemen, transparente Entscheidungen und klare, belastbare Verantwortlichkeiten. Der SV Wacker Burghausen gehört nicht einzelnen Personen. Er gehört seinen Mitgliedern, seinen Anhängern und allen Menschen, die diesen Verein seit bald einhundert Jahren tragen und gestalten.“

Quelle: Kicker.de / Fupa.net

Fehlstart für den 1. FC Schweinfurt!

Der Absteiger aus der 3. Liga hat den Auftakt in die Regionalliga Bayern deutlich verpatzt. Im Eröffnungsspiel der Saison 2026/27 musste sich der 1. FC Schweinfurt im unterfränkischen Derby dem TSV Aubstadt klar mit 1:5 geschlagen geben.

Nach dem großen personellen Umbruch und mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie offenbarte Schweinfurt bereits zum Saisonstart deutliche Abstimmungsprobleme. Aubstadt nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und setzte mit dem verdienten Heimsieg direkt ein Ausrufezeichen.

Die restlichen Partien des 1. Spieltags:
Freitag
18:00 Uhr | VfB Eichstätt – FV Illertissen
18:00 Uhr | TSV Schwaben Augsburg – TSV Buchbach
18:30 Uhr | TSV Landsberg – FC Memmingen
18:30 Uhr | DJK Vilzing – 1. FC Nürnberg II
19:00 Uhr | SpVgg Bayreuth – FC Augsburg II
19:00 Uhr | FC Bayern München II – SC Eltersdorf
19:00 Uhr | SpVgg Ansbach – Wacker Burghausen

Samstag
14:00 Uhr | SpVgg Unterhaching – SpVgg Greuther Fürth II

Regionalliga-Reform vorerst gescheitert!

Die Hoffnung auf ein bundesweit einheitliches Aufstiegsmodell zur Saison 2028/29 ist vorerst geplatzt. Die Vereine der fünf Regionalligen haben in ihren Abstimmungen kein gemeinsames Votum abgegeben.
Die Ergebnisse:
  • West: 60,9 % für das Kompassmodell
  • Nord: 61,5 % für das Kompassmodell
  • Nordost: 76,3 % für das Kompassmodell
  • Südwest: 93,1 % für das Regionenmodell
  • Bayern: 52,4 % für die Ausarbeitung weiterer Modelle
Da sich nicht alle fünf Regionen auf dasselbe Modell verständigen konnten, wird die geplante Reform zur Saison 2028/29 nicht umgesetzt. Die Arbeit der DFB-Arbeitsgruppe ist damit zunächst beendet.
Bemerkenswert: Die Vereine der Regionalliga Südwest sprachen sich mit großer Mehrheit für das Regionenmodell aus und bekräftigten gleichzeitig ihren Wunsch nach einer fairen Lösung nach dem Grundsatz: „Meister müssen aufsteigen.“
Wie es nun weitergeht, wollen die Regionalliga-Träger gemeinsam mit dem DFB beraten.
Quelle: Pressemitteilung RLSW Regionalliga Südwest GmbH

Einsatz und Leidenschaft bringen einen Punkt gegen Würzburg

Alles reingeworfen und verdient mit viel Leidenschaft einen Punkt erkämpft: Diese Bilanz lässt sich nach dem 0:0-Unentschieden der SpVgg Bayreuth am heutigen Nachmittag in der Regionalliga Bayern gegen das Spitzenteam Kickers Würzburg ziehen. Die Gelb-Schwarzen bleiben damit zwar weiterhin seit mittlerweile sieben Partien ohne Sieg in der Liga, der Teilerfolg ist aber als ganz wichtig für die Moral des Teams zu werten.

Ohne die verletzten Torhüter Lucas Zahaczewski und Maurice Dehler sowie die Feldspieler Felix Heim, Marco Zietsch und Ben Fischer trat die Altstadt vor 1.519 Zuschauern im Hans-Walter-Wild-Stadion gegen den Tabellendritten Würzburger Kickers an.

Die Unterfranken versuchten von Anfang an mit viel Ballbesitz ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. In der 14. Minute hatte Tarsis Bonga aus zehn Metern die große Chance zum 1:0 für die Kickers, verzog aber knapp. In der 17. Minute zog dann Alexander Seidel auf der Gegenseite aus 30 Metern ab, traf aber nur das Außennetz des Würzburger Tores. Beide Teams schenkten sich in der Partie nichts.

In der 25. Minute hatte die Altstadt die Möglichkeit zur Führung, nach einer Hereingabe von Julian Bell brachte Mittelstürmer Thomas Winklbauer den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle, der Würzburger Keeper Johann Hipper blieb letztlich Sieger. Bayreuth stemmte sich mit viel Energie und Teamgeist gegen den Sturmdrang der Gäste.

Nach der kämpferisch und energetisch richtig guten ersten Hälfte ging die SpVgg letztlich mit einem verdienten und leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Bayreuther tief in der Abwehr und lauerten auf Kontermöglichkeiten. In der 54. Minute hatte Tim Kraus aus etwa elf Metern halbrechter Position eine Top-Chance für die Würzburger, sein Schuss ging aber knapp links am Tor vorbei.

Die Partie gestaltete sich jetzt recht zerfahren. Nach einer Stunde musste Lukas Quirin das Feld verletzungsbedingt verlassen, für ihn kam Patrick Scheder. In der 64. Minute hatten die Würzburger nach Vorarbeit des eingewechselten Jermain Nischalke durch Dominik Meisel eine weitere gute Möglichkeit, ein Bayreuther Abwehrspieler warf sich jedoch erfolgreich in den Weg. In der 66. Minute traf Tim Kraus für die Gäste nur das Außennetz. Nur eine Minute später musste Edwin Schwarz auf der Linie bei einer weiteren Nischalke-Chance klären (67.). Die Würzburger steigerten deutlich den Druck, Bayreuth blieb aber aggressiv und hielt weiter mit aller Kraft dagegen.

In der 85. Minute hatte der eingewechselte Patrick Scheder per Kopf die große Chance zum Bayreuther „Lucky-Punch“, verfehlte aber knapp das Würzburger Gehäuse. In der 90. Minute hatte Julian Bell eine weitere Bayreuther Möglichkeit, der Ball kam aber zu zentral und war eine sichere Beute von Gästekeeper Johann Hipper.

Letztlich blieb es beim für die Altstadt hart erkämpften 0:0 und einem Punkt. Die Bayreuther haben jetzt nach 13 Partien 14 Zähler auf dem Konto und bleiben weiter auf Tabellenplatz 13. Am kommenden Freitag, 17. Oktober, um 19 Uhr wartet für die Bayreuther bei Spitzenreiter SpVgg Unterhaching eine weitere Herkulesaufgabe in der Regionalliga Bayern.

SpVgg-Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba zeigte sich nach der Partie „unheimlich glücklich darüber, dass wir heute mal das auf den Platz gebracht haben, was wir von den Spielern verlangen – Leidenschaft, Kampf, wir sind in die Zweikämpfe gegangen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Deshalb bin ich unheimlich stolz auf die Mannschaft und das Trainerteam. Wir müssen einfach nur an uns selbst glauben und dann funktioniert das auch. Wir hätten uns vielleicht sogar noch mit dem ein oder anderen Treffer belohnen können, aber wir sind zufrieden mit diesem Punkt gegen einen Aufstiegskandidaten“, so die Altstadt-Chefin.

Unschöne Vorkommnisse vor dem Spiel

Vor dem Spiel kam es zu äußerst unschönen Vorkommnissen. Sogenannte „Fans“ der Würzburger Kickers haben laut Dr. Kalemba einigen Sachschaden angerichtet, deswegen konnte der Einlass ins Hans-Walter-Wild-Stadion auch erst ab 13.20 Uhr erfolgen. An der kompletten Gegentribüne, dem sogenannten „Biest“, wo die Treuesten der treuen Altstadt-Fans stehen, gab es Zerstörungen, es wurde Farbe verschüttet etc. Vor der Stadionöffnung mussten daher erst die gröbsten Dinge beseitigt werden. „Alles nicht so toll“, kommentierte die Geschäftsführerin der SpVgg.

Quelle: Pressemitteilung SpVgg Bayreuth

FC Memmingen – SpVgg Ansbach 2:2 (0:0)

Memmingen (ass).
Wer bei Regionalliga-Heimspielen des FC Memmingen früher nach Hause geht, verpasst etwas. Mit einer Wahnsinns-Schlussphase wurde gegen die SpVgg Ansbach noch einen Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht. Die späten Treffer von David Günes und Jakob Gräser in den letzten fünf Minuten bescherten beim 2:2 (0:0) Unentschieden noch einen glücklichen Punkt. Die Gäste wiederum konnten eine starke Vorstellung nicht mit einem „Dreier“ krönen, blieben damit aber im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.

„Wer uns kennt, weiß dass wir bis zum Ende daran glauben, egal wie’s steht“, lobte FCM-Trainer Matthias Günes wiederum die Moral seiner Truppe, auch wenn es über weite Strecken vor 625 Zuschauern so gar nicht rund lief. Die Mittelfranken traten mit ihrer Erfolgsserie im Rücken selbstbewusst, aggressiver und zielstrebiger auf. „Ansbach hat vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel auf den Platz gebracht, das wir eigentlich selbst auf den Platz bringen wollten. Wir mussten viele brenzlige Situationen überstehen“, war der Memminger Trainer froh, nicht schon in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten zu sein.

Bei den beiden Gegentreffern in der zweiten Hälfte half die FCM-Abwehr zwar kräftig mit, sowohl das 0:1 durch Niklas Seefried (51.) und das 0:2 durch … aus der Drehung ( ) waren aber auch technisch anspruchsvoll gemacht. Günes hatte dennoch das Gefühl, dass die Gäste irgendwann dem hohen Aufwand, den sie betrieben hatten, Tribut zollen mussten: „Auch haben unsere Jungs, die von der Bank kamen, nochmal richtig Energie reingebracht“. U19-Junior Luan Fusaro feierte angesichts einiger Ausfälle mit seiner Einwechslung in der … Minute sein Regionalliga-Debüt. Nach einem weiten Pass von Maximilian Dolinski legte der erst 17-jährige für David Günes zum Anschlusstreffer auf. (85.) Fusaro und Günes bereiteten auch den umjubelten Ausgleich von Kapitän Gräser vor (90.). In der Nachspielzeit wollte Torhüter Dominik Dewein noch mehr und schickte seine Vorderleute mit weiten Abschlägen auf die Reise. Aber der Siegtreffer wäre an diesem Abend wohl zu viel des Guten gewesen.
Ansbachs junger Trainer Niklas Reutelhuber (26) kriegte sich nach dem Abpfiff gar nicht ein, tigerte noch eine Viertelstunde nach Abpfiff über den Platz, ging nicht zur obligatorischen Pressekonferenz und ließ sich bei BFV.TV nur einen Satz entlocken: „Wenn man ein Fußballspiel in der Regionalliga Bayern gewinnen will, muss man 90 Minuten Vollgas gaben und 90 Minuten performen und wenn man nur 85 Minuten performt, reicht’s net“.

Unschön ließ sich ein Vermerk im Spielbericht: Die Ansbacher ließen Schiedsrichter Lothar Ostheimer vermerken, dass kurz vor Schluss der Spieler Noah Gebre laut Teammanager Stefan Dehm von einem Memminger Zuschauer hinter der Bank durch Affenlaute rassistisch beleidigt worden sei. Das Schiedsrichtergespann und Ordnungspersonal hatten den Vorfall selbst nicht wahrgenommen.
Positiv bleibt aus Memminger Sicht festzuhalten: Der Aufsteiger hat nach 13 Spieltagen 20 Punkte auf dem Konto. Und auch wenn in den letzten fünf Heimspielen „nur“ sieben Punkte geholt wurden, blieb die Mannschaft in diesen fünf Partien daheim immerhin ungeschlagen. Die beiden nächsten Aufgaben am kommenden Freitag beim Tabellenvierten Wacker Burghausen und am 25. Oktober zuhause gegen Spitzenreiter SpVgg Unterhaching haben es in sich.

FC Memmingen: Dewein – Dolinski, Gräser, Bauer, Barbera – Lutz, Schmidt, Bergmann (67. Mihajlovic) – Maier (63. Yel), D. Günes (90. + 2 Leyla), Nollenberger (81. Fusaro).

SpVgg Ansbach: Schiefer – Rhani (61. Oberseider), Dietrich (C), Seefried (85. Abadjiew), Kroiß, Ücüncü (67. Müller), Puscher, Weeger, Angermeier (77. Althaus), Hayer (59. Gebre), Manz.

Tore: 0:1 (51.) Seefried, 0:2 (60.) Kroiß, 1:2 (86.) D. Günes, 2:2 (90.) Gräser. – Schiedsrichter: Ostheimer (TSV Sulzberg). – Gelbe Karten: Dolinski, Schmidt / Rhani. – Zuschauer: 625.

Quelle: Pressemitteilung FC Memmingen

Das Kollektiv soll es auch gegen Ansbach wieder richten

Memmingen (ass).
Klassische Mittelstürmer sind quer durch alle Fußballklassen mittlerweile rar gesät. Auch Regionalligist FC Memmingen (7. Platz / 19 Punkte) hat das Problem, aktuell keinen typischen Torjäger in seinen Reihen zu haben. Mit Philipp Kirsamer fällt eine im Sommer verpflichtete Offensivhoffnung noch längere Zeit aus. Auf die Ausfallliste gesellt sich nun auch nun Nachwuchstalent Fabian Kroh (19 Jahre), ebenfalls Position Mittelstürmer. Wenn am Freitagabend (19 Uhr) gegen die SpVgg Ansbach (9. Platz / 15 Punkte) in der Arena an der Bodenseestraße noch einmal unter Flutlicht gespielt wird, müssen also wieder andere Lösungen auf dem Weg zum Tor gefunden werden. Trainer-Neffe David Günes wurde für diese Position schon seit einiger Zeit „umfunktioniert“. Der 19-jährige erzielte in dieser Position heuer schon drei Treffer. Gefährlich sind die Memminger auch immer wieder über die schnellen Außenleute Nico Nollenberger (4 Tore) und Pascal Maier (1 Tor).

In den Wochen vor der knappen 0:1 Niederlage beim Meisterschafts-Mitfavoriten Würzburger Kickers am vergangenen Wochenende, gab es eine Reihe Spieler, die erstmals in der Regionalliga einnetzten: Marcello Barbera mit seinem Blitztreffer nach seiner Einwechslung beim 1:1 gegen Fürth II, Timo Schmidt beim 1:1 gegen Bayreuth, Kroh beim 3:1 Erfolg bei Schwaben Augsburg und Luis Vetter beim 3:2 Derbysieg gegen Illertissen.

Vom aktuell zur Verfügung stehenden Stamm stehen damit – abgesehen von Torhüter Dominik Dewein – nur noch Michael Bergmann und Maximilian Dolinski als Premieren-Torschützen aus. Ob es für einen der beiden gegen Ansbach klappt? „Dolli ist mit seiner Position natürlich nicht so in den Torraumszenen, sondern eher der Mann für den vorletzten Ball“, merkt Trainer Matthias Günes an, dass der Außenverteidiger nicht nur hinten abräumt, sondern auch schon das eine oder andere Mal mit seinen wuchtigen Flanken an Treffern beteiligt war oder zumindest für gefährliche Situationen sorgte.

„Inhaltlich haben wir uns schon wieder was überlegt, wo wir Ansbach wehtun könnten“, lässt sich Günes vorab noch nicht wirklich in die Karten schauen. Klar scheint: Das Kollektiv soll es wieder lösen. Ähnlich strukturiert ist übrigens auch der Gegner. Die bislang 23 erzielten Ansbacher Treffer verteilen sich auf zehn verschiedene Spieler. Weil die seit sechs Spieltagen ungeschlagenen Mittelfranken auch schon 23 Gegentore schlucken mussten, rechnet Günes vor dem Auftakt des Memminger Jahrmarkts, dass es eine „wilde Fahrt mit offenem Visier“ geben könnte.

Die Verletztenliste des FCM ist zuletzt mit Kroh und Kim Paschek weiter angewachsen. Schmidt und Vetter kränkelten diese Woche, deshalb werden Mike Gerhardt aus der U21-Mannschaft und Luan Fusaro aus den U19-Junioren in den Kader rücken. „Wir erwarten jedenfalls einen Gegner, der sich in einer Superphase befindet“ merkt Günes an. Respekt vor dem Gegner hat auch Ansbachs junger Trainer Niklas Reutelhuber: „Überraschungs-Aufsteiger Memmingen steht zurecht mit 19 Punkten auf Platz sieben“. Beide Clubs haben das Ziel, sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und den Abstand nach unten weiter auszubauen.

Quelle: Pressemitteilung FC Memmingen