Kategorie: Spielbericht

Bayern II gewinnt Münchner Stadtderby – Rot für Trainer Dante!

Der FC Bayern München II hat das mit Spannung erwartete Stadtderby gegen den TSV 1860 München mit 4:2 gewonnen! Im ersten Viertliga-Duell der beiden Stadtrivalen seit 2021 setzten sich die Bayern-Amateure am 15. Spieltag der Regionalliga Bayern in einer torreichen und temporeichen Partie durch.

Heinz (12., 40.) und Binder (23.) sorgten bereits vor der Pause für eine 3:1-Führung der Gäste. Leone (28.) und Erdogan (51.) brachten die Löwen zwischenzeitlich wieder heran, ehe der eingewechselte Degraf (75.) den Derbysieg der Bayern perfekt machte.

Für eine kuriose Szene sorgte Bayern-Trainer Dante: Ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag sah der Coach in der 59. Minute die Rote Karte, nachdem er offenbar einen Ball auf das Spielfeld geworfen hatte.

Trotz einer starken Druckphase im zweiten Durchgang gelang den Löwen kein weiterer Treffer. Die Bayern-Amateure nutzten dagegen die defensiven Schwächen des TSV 1860 konsequent aus und sicherten sich den Derbysieg.

München ist zumindest in der Regionalliga an diesem Sonntag rot!

Erster Saisonsieg für den FSV Frankfurt!

Der FSV Frankfurt konnte am vergangenen Wochenende seinen ersten Saison-Sieg in der Südwest-Staffel einfahren. Mit einem 3:0-Erfolg gegen den FC-Astoria Walldorf vor 1.076 Zuschauern in der BBBank Arena, beendeten die Bornheimer ihren schweren Saisonstart. Die Tore für die Hessen erzielten Cas Peters (9. und 26.) und Godwin McDonald (83.).
Der doppelte Torschütze sagte anschließend im Interview: „Die drei Punkte waren sehr wichtig. In den letzten zwei Spielen haben wir in der letzten Minute ein Gegentor kassiert, das war richtig Scheiße. Jetzt haben wir ein gutes Spiel gemacht.“ Weiter hieß es vom Niederländer: „Der Sieg gibt Selbstvertrauen.“

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Fehlstart für den 1. FC Schweinfurt!

Der Absteiger aus der 3. Liga hat den Auftakt in die Regionalliga Bayern deutlich verpatzt. Im Eröffnungsspiel der Saison 2026/27 musste sich der 1. FC Schweinfurt im unterfränkischen Derby dem TSV Aubstadt klar mit 1:5 geschlagen geben.

Nach dem großen personellen Umbruch und mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie offenbarte Schweinfurt bereits zum Saisonstart deutliche Abstimmungsprobleme. Aubstadt nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und setzte mit dem verdienten Heimsieg direkt ein Ausrufezeichen.

Die restlichen Partien des 1. Spieltags:
Freitag
18:00 Uhr | VfB Eichstätt – FV Illertissen
18:00 Uhr | TSV Schwaben Augsburg – TSV Buchbach
18:30 Uhr | TSV Landsberg – FC Memmingen
18:30 Uhr | DJK Vilzing – 1. FC Nürnberg II
19:00 Uhr | SpVgg Bayreuth – FC Augsburg II
19:00 Uhr | FC Bayern München II – SC Eltersdorf
19:00 Uhr | SpVgg Ansbach – Wacker Burghausen

Samstag
14:00 Uhr | SpVgg Unterhaching – SpVgg Greuther Fürth II

Südwest-Spitzenspiel endet Remis

Im Spitzenspiel vor toller Kulisse von 1.573 Zuschauern gab es keine Abtastphase. Von Beginn an spielten beide Teams mit großem Zug in Richtung Tor, aber auch mit großer Leidenschaft in den Defensivreihen. Die erste Annäherung hatte Jonas Singer, der den Schlussmann jedoch nicht ernsthaft prüfen konnte (4.). Freiberg reagierte mit Versuchen von Marius Köhl (6.) und Diamant Lokaj (9.). Beide Schüsse gingen klar neben das Tor. Die erste gelbe Karte der Partie sah Aaron Manu, der den Ball nach einem Pfiff nahe der Seitenlinie nicht ruhig liegen ließ (7.). Diese Verwarnung sollte in der zweiten Halbzeit zu einer spielentscheidenden Situation führen. Richtig gefährlich wurde es erstmals durch Eros Dacaj, weil auch noch Gwang-In Lee in den Schuss rutschte, diesen jedoch knapp verpasste (12.). In der 18. Minute trugen die Hausherren einen Konter schnell und präzise vor. Am Ende legte Jonas Singer zu Gwang-In Lee ab, der vom linken Strafraum-Eck in die Mitte zog und eiskalt zur 1:0-Führung für den TSV Steinbach Haiger traf. Die Heimelf war nach dem Tor jedoch zum ersten verletzungsbedingten Wechsel gezwungen, denn Ole Käuper konnte nicht mehr weitermachen. Trotzdem spielte der TSV weiter nach vorne und hatte durch Jonas Singer die Großchance auf das zweite Tor, doch der Steinbacher zielte links neben das Gehäuse (23.). Zwar konnte der SGV die Spielanteile ab der 35. Minute immer mehr auf seine Seite ziehen, es kam allerdings vorerst nur ein Kopfball von Diamant Lokaj dabei heraus, der jedoch über das Tor flog (37.). Somit ging es mit der Steinbacher Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Jonas Singer den ersten Abschluss, traf allerdings nur das Außennetz (49.). Der eingewechselte Matt-Brahan Zie reagierte mit zwei Schüssen in der 51. und 55. Minute, die beide neben dem Gehäuse landeten. Ebenfalls in der 55. Minute unterlief Aaron Manu sein erstes Foul im gesamten Spiel. Schiedsrichter Roy Dingler, der gegen die Steinbacher Spieler eine harte Linie beim Verteilen von Gelben Karten an den Tag legte, zeigte dem Innenverteidiger ohne auch nur eine Sekunde zu zögern die Ampelkarte. Während der TSV das Spitzenspiel nun mit zehn Mann weiter angehen musste, glich der SGV Freiberg in der folgenden Aktion direkt aus. Eine Flanke flog von der linken Seite in die Mitte, wo eine mögliche Abseitsstellung der Gäste vorlag. Diese bewertete der Assistent an der Seitenlinie jedoch anders und Paul Polauke konnte einen Fehler der Steinbacher Hintermannschaft zum Ausgleich nutzen. Sehr zur Freude der 30 mitgereisten Fans des Tabellenführers. Die Hausherren stemmten sich in Unterzahl jedoch mit aller Macht gegen einen weiteren Treffer des Spitzenreiters, was auch in eindrucksvoller Manier gelang. Viel mehr tauchte Steinbach noch zwei Mal in guter Position vor dem Tor auf. Bei einem langen Abschlag von Kevin Ibrahim bewertete der Assistent die Position von Serkan Firat, der im Vollsprint am stehenden Verteidiger der Gäste schier vorbei flog, als Abseitsstellung was zu lautstarken Beschwerden auf und neben dem Feld führte. Firat war auf und davon, sah nun allerdings Gelb anstelle einer möglichen Großchance. Auch der eingewechselte Kim Bellinghausen, der eigentlich in der Steinbacher Verbandsliga-Mannschaft spielt, tauchte kurz vor Schluss im Laufduell mit einem letzten Verteidiger der Gäste vor dem Tor auf. Seine Entscheidung, den Ball am Abwehrspieler über Kreuz vorbei legen zu wollen, endete allerdings am Fuß des gut reagierenden Akteurs. Nennenswert blieb ansonsten nur noch ein Schuss von Henrik Selitaj, der aus rund 14 Metern jedoch auch ca. Zwei Meter über das Tor ging (83.).

Somit blieb es am Ende beim 1:1-Remis im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest.

Quelle: Pressemitteilung TSV Steinbach Haiger, Foto Björn Franz Photography

Einsatz und Leidenschaft bringen einen Punkt gegen Würzburg

Alles reingeworfen und verdient mit viel Leidenschaft einen Punkt erkämpft: Diese Bilanz lässt sich nach dem 0:0-Unentschieden der SpVgg Bayreuth am heutigen Nachmittag in der Regionalliga Bayern gegen das Spitzenteam Kickers Würzburg ziehen. Die Gelb-Schwarzen bleiben damit zwar weiterhin seit mittlerweile sieben Partien ohne Sieg in der Liga, der Teilerfolg ist aber als ganz wichtig für die Moral des Teams zu werten.

Ohne die verletzten Torhüter Lucas Zahaczewski und Maurice Dehler sowie die Feldspieler Felix Heim, Marco Zietsch und Ben Fischer trat die Altstadt vor 1.519 Zuschauern im Hans-Walter-Wild-Stadion gegen den Tabellendritten Würzburger Kickers an.

Die Unterfranken versuchten von Anfang an mit viel Ballbesitz ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. In der 14. Minute hatte Tarsis Bonga aus zehn Metern die große Chance zum 1:0 für die Kickers, verzog aber knapp. In der 17. Minute zog dann Alexander Seidel auf der Gegenseite aus 30 Metern ab, traf aber nur das Außennetz des Würzburger Tores. Beide Teams schenkten sich in der Partie nichts.

In der 25. Minute hatte die Altstadt die Möglichkeit zur Führung, nach einer Hereingabe von Julian Bell brachte Mittelstürmer Thomas Winklbauer den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle, der Würzburger Keeper Johann Hipper blieb letztlich Sieger. Bayreuth stemmte sich mit viel Energie und Teamgeist gegen den Sturmdrang der Gäste.

Nach der kämpferisch und energetisch richtig guten ersten Hälfte ging die SpVgg letztlich mit einem verdienten und leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Bayreuther tief in der Abwehr und lauerten auf Kontermöglichkeiten. In der 54. Minute hatte Tim Kraus aus etwa elf Metern halbrechter Position eine Top-Chance für die Würzburger, sein Schuss ging aber knapp links am Tor vorbei.

Die Partie gestaltete sich jetzt recht zerfahren. Nach einer Stunde musste Lukas Quirin das Feld verletzungsbedingt verlassen, für ihn kam Patrick Scheder. In der 64. Minute hatten die Würzburger nach Vorarbeit des eingewechselten Jermain Nischalke durch Dominik Meisel eine weitere gute Möglichkeit, ein Bayreuther Abwehrspieler warf sich jedoch erfolgreich in den Weg. In der 66. Minute traf Tim Kraus für die Gäste nur das Außennetz. Nur eine Minute später musste Edwin Schwarz auf der Linie bei einer weiteren Nischalke-Chance klären (67.). Die Würzburger steigerten deutlich den Druck, Bayreuth blieb aber aggressiv und hielt weiter mit aller Kraft dagegen.

In der 85. Minute hatte der eingewechselte Patrick Scheder per Kopf die große Chance zum Bayreuther „Lucky-Punch“, verfehlte aber knapp das Würzburger Gehäuse. In der 90. Minute hatte Julian Bell eine weitere Bayreuther Möglichkeit, der Ball kam aber zu zentral und war eine sichere Beute von Gästekeeper Johann Hipper.

Letztlich blieb es beim für die Altstadt hart erkämpften 0:0 und einem Punkt. Die Bayreuther haben jetzt nach 13 Partien 14 Zähler auf dem Konto und bleiben weiter auf Tabellenplatz 13. Am kommenden Freitag, 17. Oktober, um 19 Uhr wartet für die Bayreuther bei Spitzenreiter SpVgg Unterhaching eine weitere Herkulesaufgabe in der Regionalliga Bayern.

SpVgg-Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba zeigte sich nach der Partie „unheimlich glücklich darüber, dass wir heute mal das auf den Platz gebracht haben, was wir von den Spielern verlangen – Leidenschaft, Kampf, wir sind in die Zweikämpfe gegangen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Deshalb bin ich unheimlich stolz auf die Mannschaft und das Trainerteam. Wir müssen einfach nur an uns selbst glauben und dann funktioniert das auch. Wir hätten uns vielleicht sogar noch mit dem ein oder anderen Treffer belohnen können, aber wir sind zufrieden mit diesem Punkt gegen einen Aufstiegskandidaten“, so die Altstadt-Chefin.

Unschöne Vorkommnisse vor dem Spiel

Vor dem Spiel kam es zu äußerst unschönen Vorkommnissen. Sogenannte „Fans“ der Würzburger Kickers haben laut Dr. Kalemba einigen Sachschaden angerichtet, deswegen konnte der Einlass ins Hans-Walter-Wild-Stadion auch erst ab 13.20 Uhr erfolgen. An der kompletten Gegentribüne, dem sogenannten „Biest“, wo die Treuesten der treuen Altstadt-Fans stehen, gab es Zerstörungen, es wurde Farbe verschüttet etc. Vor der Stadionöffnung mussten daher erst die gröbsten Dinge beseitigt werden. „Alles nicht so toll“, kommentierte die Geschäftsführerin der SpVgg.

Quelle: Pressemitteilung SpVgg Bayreuth

FC Memmingen – SpVgg Ansbach 2:2 (0:0)

Memmingen (ass).
Wer bei Regionalliga-Heimspielen des FC Memmingen früher nach Hause geht, verpasst etwas. Mit einer Wahnsinns-Schlussphase wurde gegen die SpVgg Ansbach noch einen Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht. Die späten Treffer von David Günes und Jakob Gräser in den letzten fünf Minuten bescherten beim 2:2 (0:0) Unentschieden noch einen glücklichen Punkt. Die Gäste wiederum konnten eine starke Vorstellung nicht mit einem „Dreier“ krönen, blieben damit aber im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.

„Wer uns kennt, weiß dass wir bis zum Ende daran glauben, egal wie’s steht“, lobte FCM-Trainer Matthias Günes wiederum die Moral seiner Truppe, auch wenn es über weite Strecken vor 625 Zuschauern so gar nicht rund lief. Die Mittelfranken traten mit ihrer Erfolgsserie im Rücken selbstbewusst, aggressiver und zielstrebiger auf. „Ansbach hat vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel auf den Platz gebracht, das wir eigentlich selbst auf den Platz bringen wollten. Wir mussten viele brenzlige Situationen überstehen“, war der Memminger Trainer froh, nicht schon in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten zu sein.

Bei den beiden Gegentreffern in der zweiten Hälfte half die FCM-Abwehr zwar kräftig mit, sowohl das 0:1 durch Niklas Seefried (51.) und das 0:2 durch … aus der Drehung ( ) waren aber auch technisch anspruchsvoll gemacht. Günes hatte dennoch das Gefühl, dass die Gäste irgendwann dem hohen Aufwand, den sie betrieben hatten, Tribut zollen mussten: „Auch haben unsere Jungs, die von der Bank kamen, nochmal richtig Energie reingebracht“. U19-Junior Luan Fusaro feierte angesichts einiger Ausfälle mit seiner Einwechslung in der … Minute sein Regionalliga-Debüt. Nach einem weiten Pass von Maximilian Dolinski legte der erst 17-jährige für David Günes zum Anschlusstreffer auf. (85.) Fusaro und Günes bereiteten auch den umjubelten Ausgleich von Kapitän Gräser vor (90.). In der Nachspielzeit wollte Torhüter Dominik Dewein noch mehr und schickte seine Vorderleute mit weiten Abschlägen auf die Reise. Aber der Siegtreffer wäre an diesem Abend wohl zu viel des Guten gewesen.
Ansbachs junger Trainer Niklas Reutelhuber (26) kriegte sich nach dem Abpfiff gar nicht ein, tigerte noch eine Viertelstunde nach Abpfiff über den Platz, ging nicht zur obligatorischen Pressekonferenz und ließ sich bei BFV.TV nur einen Satz entlocken: „Wenn man ein Fußballspiel in der Regionalliga Bayern gewinnen will, muss man 90 Minuten Vollgas gaben und 90 Minuten performen und wenn man nur 85 Minuten performt, reicht’s net“.

Unschön ließ sich ein Vermerk im Spielbericht: Die Ansbacher ließen Schiedsrichter Lothar Ostheimer vermerken, dass kurz vor Schluss der Spieler Noah Gebre laut Teammanager Stefan Dehm von einem Memminger Zuschauer hinter der Bank durch Affenlaute rassistisch beleidigt worden sei. Das Schiedsrichtergespann und Ordnungspersonal hatten den Vorfall selbst nicht wahrgenommen.
Positiv bleibt aus Memminger Sicht festzuhalten: Der Aufsteiger hat nach 13 Spieltagen 20 Punkte auf dem Konto. Und auch wenn in den letzten fünf Heimspielen „nur“ sieben Punkte geholt wurden, blieb die Mannschaft in diesen fünf Partien daheim immerhin ungeschlagen. Die beiden nächsten Aufgaben am kommenden Freitag beim Tabellenvierten Wacker Burghausen und am 25. Oktober zuhause gegen Spitzenreiter SpVgg Unterhaching haben es in sich.

FC Memmingen: Dewein – Dolinski, Gräser, Bauer, Barbera – Lutz, Schmidt, Bergmann (67. Mihajlovic) – Maier (63. Yel), D. Günes (90. + 2 Leyla), Nollenberger (81. Fusaro).

SpVgg Ansbach: Schiefer – Rhani (61. Oberseider), Dietrich (C), Seefried (85. Abadjiew), Kroiß, Ücüncü (67. Müller), Puscher, Weeger, Angermeier (77. Althaus), Hayer (59. Gebre), Manz.

Tore: 0:1 (51.) Seefried, 0:2 (60.) Kroiß, 1:2 (86.) D. Günes, 2:2 (90.) Gräser. – Schiedsrichter: Ostheimer (TSV Sulzberg). – Gelbe Karten: Dolinski, Schmidt / Rhani. – Zuschauer: 625.

Quelle: Pressemitteilung FC Memmingen

Starke Teamleistung beim Auswärtssieg in Sandhausen

Vor 2.025 Zuschauern gewinnt der TSV Steinbach Haiger mit 5:1 beim SV Sandhausen.

Der TSV Steinbach Haiger reiste mit lediglich 16 Spielern nach Sandhausen, denn zu den vier verletzten (Müller, Pfahl, Heim, Pronichev) und zwei gesperrten Akteuren (Käuper, Guthörl), kamen noch drei kranke Spieler (Manu, Haimerl, Sirin). Doch dieser so angeschlagene Kader zeigte eine bärenstarke Leistung beim Drittliga-Absteiger.

Der SV Sandhausen hatte die erste Großchance der Partei, doch Kevin Ibrahim parierte den Schuss von Pascal Testroet aus kürzester Distanz (7.). 60 Sekunden später gelang dem SVS dann doch das 1:0 per Flugkopfball von David Mamutovic. Die Mannen aus dem nördlichen Lahn-Dill-Kreis zeigten jedoch die richtige Trotzreaktion. In der zehnten Minute gelangte das Leder über Nick Galle und Gwang-In Lee zu Eros Dacaj, der aus 16 Metern zum Ausgleich traf. Nachdem Tjark Hildebrandt eine gute Gelegenheit vergeben hatte (29.), dauerte es nur noch 60 weitere Sekunden, ehe die Gäste in Führung gingen. Serkan Firat flankte auf Gwang-In Lee. Der nahm den Ball an und verwertete diesen in einer fließenden Bewegung zum 1:2. Bis zur Pause sollte es nur noch eine weitere Großchance geben, doch Nick Galle zielte aus zehn Metern zu hoch. Somit ging es mit der Steinbacher Führung in die Kabinen.

Sandhausen startete erneut schwungvoll und vergab durch David Mamutovic eine Chance in der 48. Minute. Es dauerte beinahe bis zur Stundegrenze, ehe den Mittelhessen das 3:1 gelang. Nach einer Ecke von Eros Dacaj und Direktabnahme von Nick Galle, köpfte Tjark Hildebrandt den Abpraller ein (59.). In der 63. Minute verloren die Steinbacher ihren Stürmer Ertan Hajdaraj verletzungsbedingt. Aber auch diesen Rückschlag verkraftete das Team vom Haarwasen und legte in der 69. Minute das 4:1 durch Serkan Firat nach. Der Rechtsaußen schlenzte den Ball in bester „Tor des Monats“ – Manier in den linken oberen Winkel. Während die konsternierten Hausherren nur noch zu Halbchancen kamen, nutzte Furkan Yilmaz eine Chance in der 86. Minute und erzielte sein erstes Tor in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Somit endete die Partie mit einem 5:1-Auswärtssieg des TSV Steinbach Haiger, der nun am Samstag als Zweiter den Tabellenführer SGV Freiberg zum Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Südwest im SIBRE-SPORTZENTRUM HAARWASEN in Haiger empfängt.

Quelle: Pressemitteilung TSV Steinbach Haiger, Foto: Björn Franz Photography

Später Ausgleich – OFC mit einem Punkt in Balingen

Am Samstag reisten die Kickers zum Abschluss der englischen Woche zum RL-Aufsteiger TSG Balingen. Bei regnerischem Herbstwetter und auf schwerem Geläuf taten sich beide Teams schwer, kontrollierte Aktionen auf das Spielfeld zu bringen. Die erste Torchance nach fünf Minuten verzeichneten die Gastgeber, eine hohe Flanke auf die linke Strafraumseite wurde durch Moreno gefährlich abgefälscht und von OFC-Keeper Brinkies reaktionsstark zur Ecke geklärt, die jedoch ohne Gefahr blieb. Danach der OFC mit einem ersten Ausrufezeichen. Karada nahm nach Zuspiel von Staude Tempo auf, seinen Abschluss klärte TSG-Keeper Potye per Fußparade (10.).

In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit sorgte so der Referee mit insgesamt vier gelben Karten in Durchgang eins für die Akzente in einer bis dahin zähen Partie. Kurz vor dem Pausenpfiff die Gastgeber mit einer Doppelchance zur Führung. Zunächst verfehlte Katsianas-Sanchez nur knapp das Kickers Tor (42.), ehe Brinkies per Fußabwehr sein Team vor einem Rückstand bewahrte (45. +2).

Der OFC verstärkte in der zweiten Halbzeit die Offensivbemühungen und lief die Balinger Abwehr nun höher an. Barry über links im Zuspiel auf Berlinski, doch dessen Flanke rutschte an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum der Gastgeber (46.). Kurz darauf erneut Verletzungspech für die Kickers: Barry musste nach einem Zusammenprall das Feld verlassen und wurde durch Stellwagen ersetzt (57.). Für Rossmann kam Arh-Cesen in die Partie, die Kickers kämpften sich nun besser ins Spiel. Mustafa mit einem Fallrückzieherversuch, der aber über das Tor ging. Stellwagen mit einer Flanke von links, die Balingens Keeper beim Abwehrversuch verfehlte und stattdessen Berlinski im Strafraum von den Beinen holte. Den folgerichtigen Strafstoß verwandelte der Gefoulte sicher per Flachschuss in die rechte Ecke zur Führung für den OFC (67.)

Balingen verstärkte daraufhin seine Offensivbemühungen, für die Kickers ergaben sich nun Kontermöglichkeiten. Für Berlinski kam Skolik in die Partie (75.), die Kickers blieben aber bei den Konterchancen unkonzentriert und verpassten es, den zweiten Treffer nachzulegen.
So kam der bittere Rückschlag in der 90. Minute. Ein Entlastungsangriff wurde abgefangen, Balingen brachte im direkten Konter das Leder in die Spitze und Klostermann spitzelte den Ball an Brinkies vorbei ins lange Eck zum 1:1 Ausgleich. Der Last-Minute-Treffer sicherte den Gastgebern das Remis, der OFC bleibt damit erneut ohne Sieg und erwartet am kommenden Samstag den TSV Schott Mainz am Bieberer Berg.

Tore:
0:1 Berlinski (67. FE)
1:1 Klostermann (90.)

Verwarnungen (gelbe Karte)
TSG: Jäger, Moutassime, Deininger, Koca
OFC: Berlinski, Rossmann, Marcos, Skolik

Quelle: Pressemitteilung Kickers Offenbach

Ein unglückliches Eigentor entscheidet Altstadt-Spiel in Vilzing

Viel gedrängt, aber zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen und letztlich durch ein unglückliches Eigentor mit 0:1 verloren: So lässt sich der Spielverlauf der SpVgg Bayreuth heute Nachmittag in der Regionalliga Bayern bei der DJK Vilzing beschreiben. Die Bayreuther warten damit seit mittlerweile sechs Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und rücken immer näher an die Abstiegszone der Liga heran.

Neben den verletzten Torhütern Lucas Zahaczewski und Maurice Dehler sowie den Feldspielern Felix Heim, Marco Zietsch und Ben Fischer musste die Altstadt im Spiel gegen das Team aus dem Chamer Ortsteil Vilzing auch auf den angeschlagenen Maximilian Weimer verzichten. Nach seiner Gelb-Sperre war Mannschaftskapitän Nicolas Andermatt wieder von Anfang an dabei.

Die erste Möglichkeit hatte die Altstadt gleich in der Anfangsminute, Luis Klein zog vom rechten Strafraumeck ab und der Vilzinger Keeper Fabian Eutinger lenkte den Ball über die Querlatte. In der 10. Minute wurde ein weiterer Schuss von Luis Klein aus rund 14 Metern zur Ecke abgefälscht. Nur zwei Minuten später hatte Patrick Scheder die Riesenchance zur Gästeführung, köpfte aus fünf Metern aber nur an die Latte. Den Nachschuss konnte die Vilzinger Abwehr gerade noch vor der Torlinie klären (12.). In der 13. Minute musste der Altstädter Jann George verletzt das Feld verlassen, für ihn kam Thomas Winklbauer. Dies führte vorübergehend zu einer Delle im Bayreuther Spielverlauf.

Kurz nach der George-Auswechslung hatte Vilzing zwei gute Chancen durch Nik Leipold (14.) und Andreas Jünger (15.). In beiden Fällen ließ Altstadt-Keeper Lino Kasten jedoch nichts anbrennen, vor allem seine Parade beim Heber von Andreas Jünger aus kurzer Distanz war sehenswert. In der 19. Minute hatte die Altstadt dann großes Pech, nach einer Ecke von Sedlaczek kam der Ball zu Jonas Blümel und prallte dann vom Rücken von Julian Bell aus kürzester Distanz ins eigene Gehäuse – Eigentor, Vilzing führte mit 1:0.

In der 23. Minute setzte Elija Härtl nach einem Freistoß den Ball nur knapp neben den rechten Pfosten des Bayreuther Tores. In der 34. Minute musste der aus dem Tor stürmende Bayreuther Keeper Lino Kasten gegen den aus zehn Meter zum Schuss gekommenen Nik Leipold klären. Fünf Minuten später hatte erneut Patrick Scheder eine hundertprozentige Chance zum Ausgleich für die Altstadt, hob den Ball aber aus fünf Metern über die Querlatte.

Unmittelbar vor der Pause scheiterte Marco Stefandl mit einer weiteren Bayreuther Großchance: Seinen Kopfball kratzte DJK-Keeper Fabian Eutinger gerade noch mit den Fingerspitzen von der Torlinie und klärte zur Ecke. Somit ging es mit der 1:0-Führung der Oberpfälzer gegen die bei der Chancenverwertung viel zu fahrlässigen Bayreuther in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte drängte die Altstadt zunächst weiter, in der 54. Minute hatte jedoch Andreas Jünger eine gute Chance zum zweiten Vilzinger Treffer, aus zwölf Meter scheiterte er jedoch freistehend am hervorragend reagierenden Altstadt-Keeper. Die Partie verflachte jetzt zusehends mit vielen Fehlpässen im Mittelfeld und Behandlungsunterbrechungen. So musste der Vilzinger Jonas Blümel in der 74. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Die Vilzinger Abwehr stand jetzt sicher und verteidigte die Führung, die Bayreuther fanden kein entscheidendes Durchkommen mehr. In der 85. Minute erzielten die Gastgeber das vermeintliche 2:0, das jedoch wegen Abseits keine Anerkennung finden konnte. Zwei Minuten später zog Simon Sedlaczek aus 15 Metern ab, Lino Kasten konnte den Ball gerade noch an die Querlatte des Gästetores lenken, von wo das Leder ins Aus sprang (87.).

Eine letzte Bayreuther Torchance hatte noch Edwin Schwarz in der fünften Minute der Nachspielzeit, sein Kopfball aus sieben Metern war jedoch eine sichere Beute des Vilzinger Torwarts, der den 1:0-Sieg seines Teams festhielt 90.+5). Nach der Niederlage hat die Altstadt jetzt nach zwölf Spielen weiterhin 13 Zähler auf dem Konto und wird in der Tabelle von den Vilzingern auf Rang 13 verdrängt. Die Bayreuther haben jetzt aus den vergangenen sechs Spielen nur zwei Punkte geholt – und am kommenden Samstag, 11. Oktober, um 14 Uhr ist im nächsten Spiel mit den Würzburger Kickers ein absolutes Schwergewicht der Regionalliga Bayern im Hans-Walter-Wild-Stadion zu Gast.

„Wir kamen in der ersten Viertelstunde gut in die Partie rein, dann bekamen wir ein Standard-Gegentor. Wir hatten auch selbst genügend Standardsituationen, um selbst ein Tor zu machen., schafften es aber nicht, den Ball über die Torlinie zu drücken. In der zweiten Halbzeit haben wir viel mit langen Bällen operiert, haben weiter Druck gemacht und waren eigentlich dran, den Ausgleich zu machen. Ein paar Kontersituationen hat unser Keeper entschärft. Wir haben es einfach nicht geschafft, den Ball über die Torlinie zu bringen. Es ist sehr enttäuschend, mit null Punkten nach Hause fahren zu müssen“, analysierte Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling nach der Partie.

Statistik

Aufstellung SpVgg Bayreuth: Lino Kasten, Leon Bucher (61. Levi Kraus), Edwin Schwarz, Patrick Scheder (82. Lukas Quirin), Jann George (13. Thomas Winklbauer), Marco Stefandl (61. Dennis Lippert), Tobias Weber, Alexander Seidel, Nicolas Andermatt, Julian Bell, Luis Klein (76. Jakub Mintal); Trainer: Lukas Kling;

Tor: 1:0 Julian Bell (19., Eigentor);

Gelbe Karten SpVgg Bayreuth: Tobias Weber (29.), Leon Bucher (41.), Thomas Winklbauer (45.+3), Edwin Schwarz (62.);

Schiedsrichter: Kenny Abieba (SV 1873 Nürnberg-Süd)

Zuschauer: 1.108

Quelle: Pressemitteilung SpVgg Bayreuth

FC Memmingen setzt seine Auswärtsstärke fort!

Der FC Memmingen setzt auch in der Regionalliga Bayern seine Auswärtsstärke fort. Im ersten Gastspiel bei der SpVgg Hankofen-Hailing überhaupt sprang mit 4:0 (2:0) der höchste Saisonerfolg heraus. Der Aufsteiger holte bei den Gastspielen in der Fremde damit bislang drei Siege und ein Unentschieden, ist saisonübergreifend sogar acht Auswärtsspiele ungeschlagen. Aus Sicht der Memminger lief es im Dauerregen nahezu optimal, zumal sich die Gastgeber mit zwei Roten Karten selbst schwächten.

Die Atmosphäre unter den 400 Zuschauern im engen Stadion war jetzt äußerst aufgeheizt und nicht nur das Schiedsrichtergespann musste sich beim Gang in die Kabine übelste Beschimpfungen anhören, obwohl es mit seinen Entscheidungen bis hierhin richtig lag.

 

Quelle: Pressemitteilung und Foto FC Memmingen