TSV Aubstadt rechtskräftig verurteilt: Schwarzgeld-Affäre aufgearbeitet

ByTS

25. Juli 2026
Foto KI-generiert

Mehr als drei Jahre nach der Zoll-Razzia ist das Verfahren gegen den TSV Aubstadt abgeschlossen. Wie die Ermittlungsbehörden mitteilten, wurde für den Zeitraum von 2018 bis 2023 ein verdecktes, illegales Entlohnungssystem für die erste Herrenmannschaft nachgewiesen.

Nach Angaben von Zoll und Staatsanwaltschaft wurden Spieler und Trainer offiziell häufig als Minijobber geführt, tatsächlich jedoch mit nicht gemeldeten Barzahlungen, Handgeldern sowie Punkt-, Aufstiegs- und Einsatzprämien entlohnt. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 1,13 Millionen Euro zuzüglich eines Steuerschadens im sechsstelligen Bereich.

Die Verantwortlichen legten Geständnisse ab, zeigten sich kooperativ und beglichen sämtliche Sozialversicherungsbeiträge sowie Steuern nachträglich. Das Amtsgericht Würzburg verhängte einjährige Freiheitsstrafen auf Bewährung sowie Geldstrafen zwischen 90 und 300 Tagessätzen.

Sportliche Konsequenzen hat das Urteil nicht. Weder die Regionalliga-Mannschaft noch die Reserve in der Landesliga werden sanktioniert. Künftig soll die neu gegründete TSV Aubstadt Fußball GmbH den semiprofessionellen Fußballbereich verantworten und ähnliche Vorfälle verhindern.

Quelle: Kicker.de

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